Welcher Film über Harry Potter ist der bessere?

Jedes Kind und wohl ebenso viele Erwachsene kennen und lieben die Harry Potter Verfilmungen des modernen Kinderbuchklassikers. Aber ist denn nun „Der Stein der Weisen“ oder „Die Kammer des Schreckens“ der bessere Film? In diesem authentischen Kontext befassen sich die Schülerinnen und Schüler fach- und sachgerecht mit dieser Fragestellung. Um nicht einfach nur trockene Daten auszuwerten, findet in der Klasse zunächst eine echte Meinungserhebung statt, wie sie in der heutigen Arbeitswelt mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

Ergebnis der Meinungserhebung in einer 7. Klasse:

 

Film 1: Harry Potter und der Stein der Weisen

ss, a, sg, sg, m, ss, sg, g, sg, g, a, g, ss, ss, g, m, ss, sg

                             

Film 2: Harry Potter und die Kammer des Schreckens

m, g, a, g, s, m, ss, sg, g, ss, sg, g, ss, g, sg, g, ss, g

 

Die Abkürzung (a) steht für „ausgezeichnet“, (sg) für „sehr gut“, (g) für „gut“, (m) für „mittelprächtig“, (s) für „schlecht“ und (ss) für „sehr schlecht“.

Ausgehend von dieser kleinen klasseninternen Abstimmung werden die Kinder Schritt für Schritt mit viel Freude am Lerninhalt auf ihrem Lösungsweg begleitet und sind am Ende in der Lage dazu, eine bestimmte Menge von Antworten aus der Klassengemeinschaft zueinander in Relation zu setzen und ein repräsentatives Ergebnis vorzustellen.

Ist unser Mathematiklehrer ein alter Knacker oder sieht er nur so aus?

Guter Unterricht gelingt nur dann, wenn in einer vertrauensvollen und harmonischen Atmosphäre gearbeitet werden kann. Hierzu gehört es auch, hin und wieder ein wenig über das Menschliche zwischen LehrerInnen und SchülerInnen zu sprechen, um eine gute Beziehung aufzubauen. Im Sinne einer tollen Unterrichtsatmosphäre in unseren Mathematikklassen kann es deshalb schon mal vorkommen, dass am Beispiel des Mathematiklehrers ein neues Rechenverfahren eingeführt wird. Dies interessiert die Kinder vielmehr als irgendwelche fiktiven Textaufgaben aus verstaubten Schulbüchern und lässt sie mit natürlicher Neugier, Motivation und Spannung an den Hinweisen arbeiten, die ihnen – wie in diesem Beispiel – tatsächlich ein alter (Nuss-)Knacker in einem netten Gespräch mit einem Nüsschen gibt:

Nüsschen: „Hallo, alter Knacker, du siehst ja gar nicht gut aus. Fast so klapprig wie mein Mathematiklehrer. Ich komme aus der Klasse 7e und verstecke mich hier drin, um rauszubekommen, wie alt er ist!“

Alter (Nuss-)Knacker: „Aber liebes Nüsschen: Frauen fragt man schon nicht nach ihrem Alter, aber Mathelehrer erst recht nicht! Doch ich kann dir einen Tipp geben: Er wird in 8 Jahren doppelt so alt wie vor 9 Jahren sein.“

An diesem Beispiel sehen Sie, wie wichtig es uns im Fachbereich Mathematik ist, den Schülerinnen und Schülern einen für sie relevanten Aufgabenkontext zu schaffen, in dem sie eigenständig, aber stets unter fachlich kompetenter Begleitung von uns Lehrerinnen und Lehrern zu dem Ergebnis kommen, das sie wirklich auch interessiert. Nur auf diese Weise werden unsere Schülerinnen und Schüler auf die Welt außerhalb der Schule vorbereitet und können das Wissen aus der Mathematik sinnvoll anwenden.