Klirren kühle Kaltluftschwaden
die, mit Dauerfrost beladen,
an den Fenstern ihre blassen,
eis'gen Blumen sprießen lassen,

flieht so mancher in die Zimmer
warmer Häuser, welche immer
gut geheizt und wohlig eben
Durchgefror‘nen Obdach geben.

Bringt dich einst ein Abenteuer
hier hinein in dies Gemäuer,
späht ein seltsamer Dekor
hinter hohen Säulen vor:

Eine Tanne ohne Glitter,
Kugeln, Sternchen, Funkelflitter,
nur mit Kärtchen, die an Schnüren
unzählige Zweige zieren.

Jene Zeilen, die dort prangen,
ungesehene Verlangen,
trägt der Baum und legt sie offen.
Er beflügelt, lässt dich hoffen:

„Unterbrich kurz deine Eile,
halte inne und verweile!
Was bewegt dein Herz zurzeit?
Welch Begehr macht sich dort breit?“

Manches Ziel kam gar abhanden,
um in ew'ger Ruh zu stranden.
Dies hier ist der rechte Flecken,
um's vom Schlafe aufzuwecken.

Jeder Wunsch und jeder Traum
wird bewahrt von diesem Baum,
hänget still und schweigsam da,
hoffet auf das neue Jahr.

  Weihnachtsbaum

 

 

Wir danken ganz herzlich allen Schüler*innen und Kolleg*innen für ihren ganz persönlichen Beitrag zu unserem besonderen Weihnachtsbaum.